Hotel Indigo

Wien
Photo © BWM Architekten / Mato Johannik
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Architectes
BWM Architekten
Adresse
Rechte Wienzeile 87, 1050 Wien
Année
2022
Client
tristar Austria GmbH
Équipe
Erich Bernard, Markus Kaplan, Anke Stern, Magdalena Geppel, Kinga Baluch, Greta Moso
Fassadenkonzept
BWM Architekten und TM Architektur ZT GmbH
Interior Design
BWM Architekten mit Projektpartner Büro KLK
Hochbau
TM Architektur ZT GmbH
Lichtplanung
Christian Ploderer
Interiordesign Pattern / Special grafics
Gabriele Bruner
Visualisierung
Stephan Laub

Verwunschener Garten.
BWM Architekten wurden mit der Fassadengestaltung und dem Interior Design des ersten österreichischen Standortes der britischen Boutique-Hotelkette IHG betraut und haben im Wiener Bezirk Margareten eine verwunschene Gartenarchitektur geschaffen.

Nicht in der Innenstadt – und dennoch sehr zentrumsnahe liegt das Hotel Indigo im 5. Wiener Gemeindebezirk. Bekannt ist das sehr lebendige Viertel auch für seine prachtvollen Altbauten und deren zahlreiche Innenhöfe. Eingebettet zwischen solchen liegt der neueröffnete Standort, welcher dem individuell geführten Boutique-Brand der internationalen IHG Hotels & Resorts angehört.

Das Indigo Wien ist das erste seiner Art in Österreich.“, erklärt Erich Bernard von BWM Architekten, „Wie an allen internationalen Standorten, dreht sich auch hier das Konzept darum, dem Gast das jeweilige Stadtviertel näher zu bringen.“ In diesem Fall also den quirligen 5. Bezirk, der stark von nahegelegenen Naschmarkt mit seinem multikulturellen Charakter sowie vom lokalen „Chinatown“ geprägt ist. Das Interior Design kommt von BWM Architekten mit Projektpartner Büro KLK.

Zauber der Pawlatschen
Durch einen unscheinbaren Eingang in einer imposanten – nach einem Konzept von BWM Architekten und TM Architektur ZT GmbH gestalteten – Fassade sowie einem schmalen Gang gelangt man in einen gut versteckten und vom städtischen Treiben und Verkehr abgeschirmten Innenhof. Darin erinnern umlaufende Laubengänge an die für den fünften Bezirk und ganz Wien typischen sogenannten Pawlatschen.

„Das Hotel ist ein Neubau, was wir in der Gestaltung keinesfalls verdecken wollen“, sagt Architekt Erich Bernard, „dennoch wollten wir es in sein historisches Umfeld eingliedern und einen deutlichen Wienbezug für den Hotelgast schaffen.“

Besagten Wienbezug vermitteln neben den Balkonen, die dem gestalterischen Leitmotiv der Pawlatschen folgen, auch weitere Elemente, Materialen und Farben, die kennzeichnend sind für die Hauptstadt und das Viertel um den Wienfluss und den beliebten wie belebten Naschmarkt. Darunter etwa die Bodenfliesen, sogenannter Wiener Fliesenparkett, also umrahmte Fliesenmuster, wie sie sich auch in traditionellen Wiener Hausfluren finden sowie in den vom Architekten Otto Wagner zu Beginn des 20. Jahrhunderts gestalteten Stadt- beziehungsweise U-Bahnstationen. Oder das Wiener Geflecht, das sich etwa in den Hängelampen wiederfindet, und das Fischgrät-Parkett in der Bibliothek.

Verwunschener Garten
Durch den Gang gelangt man in einen üppig begrünten Innenhof, umrundet von Pawlatschen-ähnlichen Balkonen, von denen Schlingpflanzen herabhängen. „Der Hof ist ein verwunschener, geheimer Garten, eine Art grüne Oase inmitten der Stadt“, erklärt Erich Bernard.

Das Konzept des Gartens setzt sich auch im gleichfalls reichlich begrünten Inneren des Boutique-Hotels fort. Ein Teil der Lobby ist ein Wintergarten, der vom Außengarten nur durch ausladende Fensterfronten getrennt ist, welche sich in der warmen Jahreszeit öffnen lassen. Unterschiedliche Bodenbeläge und Teppiche schaffen einzelne Zonen und Stimmungen. So sorgt etwa in der Bibliothek ein Parkettboden aus gebeizter Eiche für behagliches Ambiente, während ein roter Terrazzo-Boden aus Feinsteinzeug unter einer ovalen Theke den Bar-Bereich vom restlichen Raum abtrennt.

Restaurant mit begrüntem Innenhof
Vom Restaurant mit seinen 438 Quadratmetern und 197 Sitzplätzen, das ebenerdig mit dem Innenhof liegt, bieten große Fensterfronten freien Blick hinaus ins Grüne. Beim kulinarischen Angebot spielt lokal und saisonal erzeugtes Gemüse eine bedeutende Rolle. „Sowohl das Restaurant als auch die Bar sind so geplant, dass nicht nur Hotelgäste, sondern auch Einheimische sich hier wohlfühlen und ein Austausch entsteht“, betont Architekt Bernard.

Wienbezug auf mehreren Ebenen
Ein Großteil der insgesamt 158 Zimmer geht auf den 185m² großen Innenhof hinaus, wo die von den Balkonen hängenden Pflanzen als eine Art grüner Vorhang und Blickschutz dienen und dieserart Privatsphäre schaffen. Auch hier sorgen Wanddekoration, Farben und Materialen für Wienbezug, wie etwa im Falle des Wiener Geflechts, das etwa bei den Zimmerlampen und in Stuhllehnen zur Anwendung kommt. Außerdem unterteilen sich die Zimmer in drei Design-Kategorien, die den Wien-Bezug unterschiedlich umsetzen. Nämlich zum einen in solche, die sich in das Thema des verstecken Gartens einfügen und diesen etwa auf Vorhängen wie Tapeten aufgreifen. Und zum anderen in jene, in deren Industrie-Design, Stahl und Sichtbeton das urbane Umfeld des Bezirks Margareten widerspiegeln. Und schließlich noch in eine dritte Kategorie, die mit orientalischen Mustern und Dekorationselementen auf den multikulturellen Charakter des nahegelegenen Naschmarkts verweist, der schließlich ein gleichfalls kennzeichnendes Element für Wien und den 5. Bezirk darstellt.

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