Wenn Architektur und Technik verschmelzen

Manuel Pestalozzi
2. 十二月 2021
Ein wohlproportioniertes Stahlfachwerk prägt die Gestalt der Talstation der Falginjochbahn. (Foto: Albrecht Imanuel Schnabel © Institut Feuerverzinken GmbH)

Dieser Tage werden etliche Lobbypreise vergeben. Jener des deutschen Industrieverbands Feuerverzinken geht nach Österreich: Das Team von Baumschlager Hutter wird für die Falginjochbahn ausgezeichnet.

Bereits mehrfach haben wir in den letzten Wochen über Architekturpreise von Lobbyorganisationen berichtet, bei denen erfreulich starke Projekte ausgezeichnet wurden. Nun hat der bundesdeutsche Industrieverband Feuerverzinken seine Auszeichnung vergeben.

Die Jury unter dem Vorsitz des Schweizer Professors Wim Eckert (E2A Architekten) hatte 51 Einreichungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu bewerten. Den ersten Preis sprach sie der Falginjochbahn zu. Die Anlage befindet sich im hinteren Kaunertal und wurde vom Vorarlberger Büro Baumschlager Hutter entworfen, das Niederlassungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz betreibt. Mit der Berg- und der Talstation hätte das Team »zwei technoid wirkende Infrastrukturbauwerke« geschaffen, so die Jury. Feuerverzinkter Stahl spielt bei den ästhetischen Konstruktionen beider Bauten natürlich eine besondere Rolle – wie es bei Liftanlagen aufgrund der oft extremen Witterung im Gebirge und der hohen Belastungen üblich ist.

Besonders bei der Bergstation der Bahn verschmelzen Technik und Architektur. Für die Jury ein wichtiger Grund, das Projekt auszuzeichnen. (Foto: Albrecht Imanuel Schnabel © Institut Feuerverzinken GmbH)

Die Stahltragwerke der beiden Gebäude liegen jeweils außen und treten deutlich in Erscheinung. Gleiches gilt für die Seilbahntechnik der Bergstation aus Seilen, Rollen, Führungen und Stützen. Der Jury gefiel das besonders: Die Technik der Anlage werde ästhetisch überhöht und verschmelze mit dem Tragwerk. 

Der hohe Vorfertigungsgrad der Stahlkonstruktion trug erheblich dazu bei, die nötigen Baumaßnahmen innerhalb weniger Sommermonate durchzuführen. In der Dauerhaftigkeit der Zinkoberflächen sehen die deutschen Lobbyisten einen ökologischen Vorteil, da aufwendige Instandhaltungsarbeiten in der sensiblen Umgebung dadurch weitgehend vermieden werden. 


Carlo Baumschlager im Interview über die Falginjochbahn

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